20. Mai 2026

YouTube macht Videos mit KI durchsuchbar

Google hat zur I/O eine neue KI-Funktion für YouTube vorgestellt, die deutlich über klassische Suchergebnisse hinausgeht. Statt Nutzern nur eine Liste passender Videos zu zeigen, liefert „Ask YouTube“ textbasierte Antworten und bindet passende Videoquellen direkt ein.

Die Funktion greift dabei auf den gesamten veröffentlichten YouTube-Katalog zurück. Nutzer können nach einer Antwort direkt in die verlinkten Videos springen oder weitere Fragen stellen. Damit nähert sich YouTube dem Prinzip moderner KI-Chatbots an, bleibt aber eng mit den eigenen Videoinhalten verbunden.

Besonders interessant ist, dass Ask YouTube offenbar tiefer in Videos hinein suchen kann als die klassische Suche. Wer beispielsweise Tipps zum Fahrradfahren sucht oder Empfehlungen für Videospiele möchte, bekommt nicht nur Videotitel angezeigt, sondern eine KI-generierte Antwort mit passenden Fundstellen.

Aktuell können Premium-Abonnenten ab 18 Jahren die Funktion in den USA testen. Google stellt jedoch in Aussicht, dass Ask YouTube künftig allen Nutzern zur Verfügung stehen soll – unabhängig davon, ob ein Premium-Abo besteht.

Für Unternehmen, Creator und Wissensplattformen ist das ein wichtiger Hinweis: Videoinhalte werden durch KI nicht weniger relevant, sondern möglicherweise besser auffindbar. Wer Inhalte sauber strukturiert, verständlich erklärt und thematisch klar positioniert, könnte künftig stärker von KI-gestützter Suche profitieren.

Parallel bringt YouTube eine weitere KI-Funktion für Shorts auf den Weg. Mit „Remixing with Omni“ wird Googles Videomodell Omni in die Remix-Funktion integriert. Creator können bestehende Shorts mithilfe von Prompts stärker verändern, etwa Szenen in ein 90er-Jahre-Setting versetzen oder sich selbst natürlicher in fremde Shorts einbetten.

Die Videos werden dabei nicht vollständig neu generiert. Stattdessen passt das KI-Modell vorhandene Videoelemente an. YouTube will solche Inhalte mit Wasserzeichen kennzeichnen und sicherstellen, dass das ursprüngliche Video verlinkt bleibt. Wer nicht möchte, dass eigene Inhalte per KI remixt werden, kann die Funktion für die eigenen Videos abschalten.

Damit zeigt YouTube klar, wohin sich die Plattform entwickelt: KI soll nicht nur beim Finden von Inhalten helfen, sondern auch beim Erstellen und Weiterverarbeiten von Videos. Für Creator eröffnet das neue Möglichkeiten, bringt aber auch neue Fragen zu Kontrolle, Kennzeichnung und Urheberbezug mit sich.


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