22. Mai 2026

LinkedIn sagt KI-Spam den Kampf an

LinkedIn verschärft seine Maßnahmen gegen massenhaft KI-generierte Inhalte. Im Fokus stehen Beiträge und Kommentare, die zwar professionell formuliert wirken, aber kaum eigene Perspektive, Erfahrung oder fachlichen Mehrwert liefern. Das Unternehmen bezeichnet solche Inhalte als „AI Slop“.

Nach LinkedIns Darstellung ist KI als Schreibhilfe weiterhin erlaubt. Entscheidend sei aber, dass Beiträge die eigene Stimme, Expertise und Haltung des Verfassers widerspiegeln. Reine Massenproduktion automatisierter Inhalte soll künftig weniger Reichweite bekommen.

Dafür setzt LinkedIn auf neue Erkennungssysteme, die gemeinsam mit dem eigenen Editorial-Team trainiert wurden. Diese Systeme sollen unterscheiden, ob ein Beitrag Kontext, Fachwissen oder eine persönliche Perspektive enthält – oder ob er generisch, repetitiv und substanzarm wirkt.

Betroffen sind nicht nur klassische Posts, sondern auch Kommentare und Antworten. Besonders automatisierte Kommentare mit wenig menschlicher Beteiligung sollen ausgebremst werden. Inhalte, die als KI-generiert und meinungsschwach eingestuft werden, sollen dann nicht mehr breit im Feed fremder Nutzer erscheinen, sondern vor allem im direkten Netzwerk des Verfassers bleiben.

LinkedIn nennt erste Testergebnisse: Generische Inhalte seien in internen Tests mit einer Trefferquote von 94 Prozent korrekt erkannt worden. Gleichzeitig bleibt offen, wie zuverlässig das System im Alltag arbeitet und wie häufig echte, legitime Beiträge fälschlicherweise als „AI Slop“ eingestuft werden.

Spannend ist auch die Rolle von Microsoft. Einerseits gehört LinkedIn zu Microsoft, andererseits fördert Microsoft mit Copilot selbst KI-gestütztes Schreiben im Web – unter anderem auch für LinkedIn-Beiträge. Genau darin liegt die Schwierigkeit: KI soll produktiv helfen, aber nicht dazu führen, dass Plattformen mit austauschbaren Texten überflutet werden.

Zusätzlich baut LinkedIn sein Verifizierungssystem aus. Über 100 Millionen Mitglieder sind inzwischen verifiziert. Nutzer können an vielen Stellen der Plattform nach verifizierten Personen filtern, etwa bei Profilen, Jobbewerbungen, Kommentaren und Feed-Konversationen. Damit sollen Bots und gefälschte Profile besser erkennbar werden.


Wir führen seit Jahren Beratung zu KI (Künstlicher Intelligenz) für KMUs (Klein- und Mittelständische Unternehmen) erfolgreich durch.

Mehr zu aktuellen Themen der #KI (Künstlichen Intelligenz) oder zu

Ihrem individuellen, optimalen "KI-Masterplan" für Ihr Unternehmen finden Sie in unserem Newsletter.

Abonnieren Sie den Newsletter hier:


Tags


Das könnte Sie auch interessieren

Abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter!

>