Mit „Perplexity Health“ betritt ein weiterer großer KI-Anbieter den Markt für digitale Gesundheitslösungen – und setzt dabei konsequent auf die Vernetzung unterschiedlichster Datenquellen. Ziel ist es, persönliche Gesundheitsinformationen aus Wearables, Apps und sogar Patientenakten zusammenzuführen und daraus individuelle Erkenntnisse abzuleiten.
Im Kern geht es darum, Nutzern einen besseren Überblick über ihre eigene Gesundheit zu geben. So lassen sich beispielsweise Herzfrequenz-Trends analysieren oder Trainingspläne datenbasiert optimieren. Besonders interessant: Der Dienst kann mit etablierten Plattformen wie Apple Health, Fitbit oder Withings verbunden werden und greift zusätzlich auf elektronische Patientenakten von über 1,7 Millionen Gesundheitsdienstleistern zu.
Ein zentrales Element ist ein personalisiertes Dashboard, das Gesundheitsverläufe visualisiert und verständlich aufbereitet. In Kombination mit der KI-Agenten-Plattform „Perplexity Computer“ entstehen daraus sogar konkrete Handlungsempfehlungen – etwa für Marathon-Training oder individuelle Ernährungsstrategien, basierend auf Fitness- und Labordaten.
Aktuell steht der Dienst zunächst nur Pro- und Max-Abonnenten in den USA zur Verfügung. Weitere Regionen sollen folgen, Interessierte können sich bereits auf eine Warteliste setzen lassen.
Wichtig ist jedoch die klare Abgrenzung: Perplexity betont ausdrücklich, dass der Dienst keine medizinische Beratung ersetzt und nicht zur Diagnose oder Behandlung von Krankheiten gedacht ist. Nutzer sollen vor der Anwendung Rücksprache mit medizinischem Fachpersonal halten.
Der Wettbewerb in diesem Bereich nimmt spürbar zu. Auch Microsoft und OpenAI arbeiten an vergleichbaren Lösungen. Allerdings zeigt sich, dass hier noch nicht alles ausgereift ist: Eine Studie zu „ChatGPT Health“ weist auf problematische und teilweise riskante Empfehlungen hin. Ergebnisse zu Microsofts Ansatz stehen noch aus.
