7. Januar 2026

OpenAI bewirbt ChatGPT als Gesundheitsbegleiter – Chancen und Stolpersteine im Alltag

OpenAI setzt in einem neuen Werbevideo auf ein klares Versprechen: ChatGPT soll Menschen dabei helfen, Gesundheitsfragen strukturierter anzugehen – aber wie zuverlässig ist so ein digitaler Begleiter wirklich?

Im Zentrum der Kampagne steht die Idee, dass ChatGPT nicht den Arzt ersetzt, sondern Nutzer beim „Management“ ihres Wohlbefindens unterstützt: medizinische Informationen verständlicher machen, Arzttermine besser vorbereiten, Befunde einordnen oder bei chronischen Krankheiten eine Art organisatorische Stütze sein. Gezeigt werden Situationen, die viele kennen: schnelle Fragen zwischendurch, Unsicherheit bei Begriffen aus Arztbriefen oder der Wunsch, den eigenen Alltag gesünder zu gestalten, ohne gleich ein komplettes Programm daraus zu machen. Auch sensible Szenarien wie die Begleitung während einer Krebstherapie – für Betroffene und Angehörige – kommen im Video vor.

Was dabei auffällt: OpenAI versucht, den Übergang von „Dr. Google“ zu einer dialogbasierten Hilfe zu inszenieren. Statt endloser Trefferlisten soll eine geführte Interaktion entstehen, die Informationen sortiert, Prioritäten hilft zu setzen und konkrete nächste Schritte vorschlägt. Beispielhaft greift ein Protagonist im Restaurant zum Smartphone, um per Foto Inhalte einer Mahlzeit einordnen zu lassen – inklusive Nährwerten und weiterer gesundheitsbezogener Kennzahlen. Andere nutzen den Chatbot für kurze Workouts, für Spaziergang-Begleitung oder um Produkte wie Kleidung auf potenziell problematische Inhaltsstoffe prüfen zu lassen.

Der Kontext ist allerdings nicht nur Marketing, sondern auch ein Spannungsfeld. In den letzten Monaten wurde ChatGPT im Zusammenhang mit möglichen negativen Effekten auf die psychische Gesundheit diskutiert. OpenAI reagierte mit Anpassungen: Bei sensiblen Themen wird stärker geroutet und mit schärferen Sicherheitsmechanismen gearbeitet.

Gleichzeitig bleibt ein grundsätzliches Risiko bestehen, das auch der Alltag zeigt: Chatbots können falsche oder missverständliche Gesundheitstipps geben – teils schon durch kleine Eingabefehler oder unklare Formulierungen. Gerade bei Diagnosen, Medikamenten, Symptomen und psychischen Belastungen ist der Anspruch an Verlässlichkeit deutlich höher als bei Alltagsfragen.


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