Für das Training großer KI-Modelle stehen meist GPUs im Mittelpunkt. Bei Agentic AI sieht die Sache jedoch etwas anders aus. Dort müssen autonome KI-Agenten Aufgaben planen, Entscheidungen koordinieren und einzelne Arbeitsschritte ausführen. Genau bei diesen Abläufen können leistungsfähige Cloud-CPUs eine wichtige Rolle spielen.
Mit dem neuen Deal sichert sich Meta mehrere zehn Millionen Graviton5-Cores von AWS. Damit wird das Unternehmen zu einem der größten Kunden für Amazons Graviton-Technologie. Gleichzeitig ist vorgesehen, die Kapazitäten weiter auszubauen, falls Metas Bedarf steigt.
Die Graviton5-Chips wurden im Dezember 2025 auf der re:Invent vorgestellt. Sie setzen auf ARM-Architektur, verfügen über 192 Kerne und bringen einen größeren L3-Cache als das Vorgängermodell mit. AWS positioniert sie als energieeffiziente Cloudprozessoren für skalierbare Anwendungen.
Auch Google und Microsoft setzen mit Axion und Cobalt auf eigene ARM-basierte Cloudchips. Gleichzeitig arbeitet ARM gemeinsam mit Meta und TSMC an neuen Prozessoren für KI-Infrastrukturen. Aus meiner Sicht zeigt das sehr deutlich, dass die nächste KI-Phase nicht allein über immer stärkere GPUs entschieden wird, sondern über das Zusammenspiel spezialisierter Rechenressourcen.
