20. September 2026

Meta plant KI-Brille ohne Kamera: Project Luna setzt auf Sprache statt Video

Kurz gesagt: Meta entwickelt mit „Project Luna“ offenbar eine neue KI-Brille ohne Kamera. Stattdessen sollen sechs Mikrofone, Meta AI und der KI-Agent Muse die Interaktion per Sprache ermöglichen. Der Verzicht auf die Kamera reagiert auf die Datenschutzkontroverse rund um bisherige Smart Glasses, beseitigt mögliche Datenschutzprobleme durch Audioaufnahmen aber nicht vollständig. Parallel könnte Meta mit „Project Phoenix“ eine neue XR-Brille präsentieren.

Meta könnte seine nächste Smartbrille deutlich näher an eine klassische Brille rücken – technisch wie optisch. „Project Luna“ soll ohne integrierte Kamera auskommen und sich auf sprachgesteuerte KI-Funktionen konzentrieren. Reicht der Verzicht auf Videoaufnahmen aus, um die bisherigen Datenschutzprobleme der Smart-Glasses-Reihe zu entschärfen?

Sechs Mikrofone für Meta AI und Muse

Luna soll über sechs Mikrofone verfügen, über die Nutzer mit Meta AI und dem kürzlich gestarteten KI-Agenten Muse kommunizieren können. Ein seitlicher Knopf soll den schnellen Zugriff auf Meta AI ermöglichen, während offene Lautsprecher wie bei bisherigen Modellen für die Audioausgabe vorgesehen sind.

Der geringere Technikbedarf könnte zugleich ein schlankeres Design ermöglichen. Laut einem Bericht von The Information sollen die Bügel schmaler als bei den bisherigen Ray-Ban-Modellen ausfallen. Auch das Ray-Ban-Branding könnte entfallen. Geplant seien zwei Designs mit den Bezeichnungen „Clubmaster“ und „Burbank“.

Eine Vorstellung könnte bereits auf Metas Entwicklerkonferenz Connect erfolgen. Die Auslieferung soll dem Bericht zufolge ab Oktober beginnen.

Kamera-Verzicht als Reaktion auf Datenschutzkritik

Die neue Ausrichtung folgt auf erhebliche Kritik an Metas bisherigen Smart Glasses. Berichte über heimliches Filmen und Belästigungen durch Träger der Ray-Ban-Brillen hatten die Datenschutzdebatte zuletzt verschärft. Meta reagierte unter anderem mit einem Software-Update, das die Kamerafunktion sperrt, sobald die Aufnahme-LED manipuliert oder verdeckt wird.

Metas Wearables-Chef Alex Himel zufolge wurden weniger als 0,1 Prozent aller verkauften Brillen entsprechend manipuliert. Bei geschätzten sieben Millionen Geräten wären dennoch mehrere Tausend Brillen betroffen. Gleichzeitig laufen in den USA 13 konsolidierte Sammelklagen gegen Meta. Eine weitere Klage betrifft die Nutzung biometrischer Daten aus Facebook- und Instagram-Fotos für Gesichtserkennung.

Eine kamerafreie Smartbrille löst diese Debatte allerdings nur teilweise. Sechs Mikrofone können ebenfalls sensible Informationen aus der Umgebung erfassen und ermöglichen potenziell verdeckte Gesprächsaufzeichnungen. Datenschutz bleibt damit auch bei einem stärker auf Audio und KI ausgerichteten Gerät ein wesentlicher Aspekt.

Project Phoenix erweitert Metas XR-Pläne

Parallel zu Luna könnte Meta auf der Connect die XR-Brille „Project Phoenix“ präsentieren. Sie soll als Zwischenschritt zum nächsten vollwertigen Quest-Headset dienen und sich vor allem an Produktivitäts- und Unterhaltungsanwendungen richten.

Über kamerabasiertes Passthrough sollen digitale Inhalte in die reale Umgebung eingeblendet werden können. Denkbar sind etwa virtuelle Computerbildschirme, Filme auf digitalen Leinwänden und Avatar-basierte Videoanrufe. Mark Zuckerberg soll während der Connect-Keynote eine solche Übertragung mit Metas Codec Avataren demonstrieren. An diesen digitalen Ebenbildern arbeitet Meta bereits seit mehr als einem Jahrzehnt.

Wann Phoenix tatsächlich erscheint, bleibt offen. Ursprünglich war ein Start in der zweiten Jahreshälfte 2026 vorgesehen, inzwischen wird mit einem Marktstart im ersten Halbjahr 2027 gerechnet.

Wer Entwicklungen rund um KI-Assistenten, Smart Glasses und neue Formen der Mensch-Computer-Interaktion verfolgen möchte, findet im Newsletter „Beratung-KI“ regelmäßig kompakte Einordnungen aktueller KI-Themen.

Effizienz durch Innovation: Teile der textlichen und visuellen Ausgestaltung dieser Seite wurden durch generative KI-Systeme unterstützt.


Wir führen seit Jahren Beratung zu KI (Künstlicher Intelligenz) für KMUs (Klein- und Mittelständische Unternehmen) erfolgreich durch.

Mehr zu aktuellen Themen der #KI (Künstlichen Intelligenz) oder zu

Ihrem individuellen, optimalen "KI-Masterplan" für Ihr Unternehmen finden Sie in unserem Newsletter.

Abonnieren Sie den Newsletter hier:


Tags


Das könnte Sie auch interessieren

Abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter!

>