Eine neue Ära der Programmierung bricht an: Google’s Bard wagt sich in die Welt der Mikrocontroller.
Ein kühnes Experiment wirft Licht auf das Potenzial künstlicher Intelligenz in der Programmierung. Ein Beratungsunternehmen, spezialisiert auf mobile Anwendungen und eingebettete Systeme, integrierte Google’s Bard in seinen Wertschöpfungsprozess, um dessen Fähigkeiten in der Programmierung von Mikrocontrollern zu erkunden. Dieses Vorhaben umfasste die Erstellung einfacher „Hello World“-Programme für Arduino Uno bis hin zu komplexeren Aufgaben wie der Entwicklung einer CRC-Berechnungsroutine. Trotz der Eindrucksvollen Anfangserfolge offenbarten sich auch Grenzen: Bard neigt zu „Insellösungen“, zeigt Schwächen bei der Aufgabenerweiterung und fragt nicht nach dem nötigen Kontext für zielführende Lösungen.
Bard’s Zugang bleibt derzeit auf GB und USA beschränkt, wobei interessierte Nutzer über VPN Schlupflöcher suchen. In der Praxis konnte Bard einige beeindruckende Ergebnisse liefern: korrekte „Hello World“-Programme für den Arduino Uno und lauffähige Codes für andere Mikrocontroller wie ESP32 und STM32. Doch bei fortgeschrittenen Aufgaben wie der Generierung von FFT-Codes oder spezifischen CRC-Berechnungsroutinen offenbarten sich Lücken in Bard’s Fähigkeiten. Es mangelt an Kontextverständnis und Präzision, insbesondere bei komplexen technischen Anforderungen.
Interessant ist auch der Blick auf Retro-Programming und Desktop-Programmierung, wo Bard teils überzeugen konnte. Die direkte Programmierung von UI-Elementen in verschiedenen Umgebungen zeigt Bard’s Vielseitigkeit, obgleich eine fehlende Berücksichtigung von Drittanbieter-Bibliotheken und infrastrukturellen Aspekten bemängelt wird.