15. Mai 2026

Googlebook: Googles nächster Laptop-Anlauf setzt voll auf Android und Gemini

Mehr als 15 Jahre nach dem ersten Chromebook arbeitet Google offenbar an einem deutlich stärker integrierten Laptop-Konzept. Googlebook soll auf Android basieren, eng mit Gemini Intelligence verzahnt sein und gleichzeitig klassische Notebook-Nutzung mit dem Android-Ökosystem verbinden.

Der Ansatz ist spannend, weil Google damit nicht einfach nur ein weiteres Betriebssystem für mobile Computer ankündigt. Vielmehr geht es um eine neue Geräteklasse, bei der KI nicht als Zusatzfunktion wirkt, sondern direkt im Zentrum steht. Google beschreibt die Geräte als Laptops, die von Grund auf für Gemini Intelligence entwickelt wurden.

Ein zentrales Element soll der sogenannte Magic Pointer werden. Dabei wird der Cursor nicht nur zum Werkzeug für Klicks und Bewegungen, sondern zum kontextsensitiven KI-Zugang. Bewegt man ihn über Fenster, Apps oder Inhalte, soll Gemini passende Vorschläge machen. Ein Datum in einer E-Mail könnte so direkt zur Terminplanung führen. Zwei ausgewählte Bilder, etwa ein Wohnzimmer und ein neues Sofa, könnten unmittelbar gemeinsam visualisiert werden.

Auch bei Widgets und Dashboards will Google stärker auf KI setzen. Mit „Create My Widget“ sollen Nutzerinnen und Nutzer eigene Widgets per Sprachbefehl erstellen können. Gemini soll außerdem Informationen aus dem Web sowie aus Google-Diensten wie Gmail und Kalender zusammenführen. Für die Planung eines Familientreffens könnten dann beispielsweise Flugdaten, Hotelinformationen, Restaurantreservierungen und ein Countdown gesammelt auf dem Desktop erscheinen.

Besonders wichtig ist die Verbindung zu Android-Smartphones. Googlebooks sollen Apps entweder eigenständig ausführen oder direkt vom Smartphone auf dem Notebook nutzbar machen. Wer also eine App auf dem Handy installiert hat, könnte sie künftig auf dem Googlebook verwenden, ohne das Smartphone zur Hand zu nehmen. Auch der Zugriff auf Smartphone-Dateien über den Dateibrowser soll vorgesehen sein.

Damit bewegt sich Google klar in Richtung eines engeren Geräte-Ökosystems. Apple macht seit Jahren vor, wie stark die Verknüpfung von Smartphone, Tablet und Notebook den Alltag vereinfachen kann. Google versucht nun offenbar, Android-Smartphones und Notebooks ähnlich konsequent zusammenzuführen.

Noch offen bleibt, ob Google eigene Googlebooks unter der Pixel-Marke veröffentlichen wird. Sicher ist aber, dass bekannte Hersteller an Bord sind. Acer, Asus, Dell, HP und Lenovo sollen entsprechende Geräte auf den Markt bringen. Als gemeinsames Erkennungszeichen plant Google eine sogenannte Glowbar, die außen am Gerät angebracht wird und funktional sowie optisch auffallen soll.


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