Google kennzeichnet ab sofort Werbeanzeigen, die mit eigenen generativen KI-Werkzeugen erstellt oder bearbeitet wurden. Doch wo können Nutzer erkennen, ob eine Anzeige mithilfe künstlicher Intelligenz entstanden ist?
Die entsprechenden Hinweise sind im „My Ad Center“ verfügbar. Dort lässt sich für Anzeigen in der Google-Suche, bei Google Discover und auf YouTube nachvollziehen, wie ein Werbemittel erstellt wurde. Im Bereich „Wie diese Anzeige erstellt wurde“ erscheint bei betroffenen Inhalten die Kennzeichnung „Mit KI erstellt oder bearbeitet“. Anzeigen können an gleicher Stelle blockiert oder gemeldet werden.
Für Werbeanzeigen, die mit Googles eigenen generativen KI-Werbetools entstehen, wird das Label laut einem Blogbeitrag des Unternehmens automatisch gesetzt. Wurden Anzeigen dagegen mit externen KI-Werkzeugen erstellt, muss die Kennzeichnung manuell ergänzt werden.
In der Europäischen Union, in Indien und im US-Bundesstaat New York erscheinen entsprechende Hinweise zusätzlich direkt innerhalb der Anzeige. Damit reagiert Google auch auf steigende regulatorische Anforderungen an Transparenz bei synthetischen und digital veränderten Inhalten.
Bereits 2024 hatte das Unternehmen Kennzeichnungen für KI-generierte oder bearbeitete Inhalte in politischen Anzeigen eingeführt. Parallel arbeitet die EU an verbindlicheren Vorgaben: Ein Verhaltenskodex der EU-Kommission soll Anbietern konkrete Wege zeigen, wie sie die Kennzeichnungspflichten des AI Act erfüllen können.
Auch auf technischer Ebene baut Google seine Transparenzwerkzeuge aus. Anfang 2026 wurde der Zugriff auf SynthID und C2PA erweitert. Beide Verfahren sollen dabei helfen, KI-generierte oder manipulierte Inhalte zu identifizieren. Meta verfolgt einen ähnlichen Ansatz und zeigt bei Anzeigen auf seinen Plattformen ein „KI-Info“-Label im Bereich „Über diese Anzeige“ an.
