18. Mai 2026

Apple will Siri zur privaten KI-Assistentin machen

Die kommende Chatbot-Siri soll deutlich stärker werden und gleichzeitig konsequent auf Privatsphäre setzen. Apple plant laut Bericht Funktionen, bei denen Dialoge automatisch gelöscht werden können, wenn Nutzer das wünschen. Zusätzlich soll es eine Art privaten Modus geben, ähnlich wie beim Browser: Jede Sitzung startet frisch, ohne dass vorherige Gespräche weiterwirken.

Das passt zu Apples bisheriger Linie bei Apple Intelligence. Viele Anfragen sollen direkt lokal auf dem Gerät verarbeitet werden. Wenn Serverleistung nötig ist, setzt Apple auf Private Cloud Compute. Dabei soll Apple selbst keinen Einblick in die Inhalte der Nutzer erhalten. Gerade im Vergleich zu OpenAI, Anthropic oder Google positioniert sich Apple damit bewusst anders.

Spannend wird allerdings die geplante Einbindung von Googles Gemini. Ein Teil der KI-Funktionen könnte lokal oder in Apples Cloud laufen, ein anderer Teil über Google-Server. Wie Apple dabei seinen strengen Datenschutzanspruch technisch und vertraglich absichert, bleibt ein zentraler Punkt. Da Apple für Gemini offenbar viel Geld zahlt, dürfte der Konzern bei den Rahmenbedingungen ein gewichtiges Wort mitreden.

Die große Herausforderung liegt in der Balance zwischen Datenschutz und Komfort. Eine moderne KI wird besser, wenn sie Kontext versteht, sich an frühere Gespräche erinnert und Zugriff auf Apps bekommt. Genau hier will Apple offenbar vorsichtig bleiben. Memory- und History-Funktionen sollen nur eingeschränkt arbeiten, damit die Privatsphäre nicht zum Preis für bessere Antworten wird.

Gleichzeitig steht Apple unter Druck. Einige angekündigte Siri-Funktionen wie lokaler Kontext und App-Zugriff lassen seit Jahren auf sich warten. Inzwischen muss der Konzern sogar Zahlungen an Nutzer leisten, weil bestimmte beworbene Funktionen noch nicht verfügbar waren. Mit iOS 27 muss Apple deshalb nicht nur Datenschutz versprechen, sondern endlich auch liefern.


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