Kurz gesagt: Apple plant, im Dezember 2026 mit iOS 27.3 erste Funktionen von Apple Intelligence in China einzuführen. Zum Start sollen überwiegend KI-Werkzeuge aus dem Jahr 2024 verfügbar sein. Siri AI mit persönlichem Kontext, der Bildgenerator Image Playground und neuere Fotofunktionen bleiben ausgeschlossen.
Mehr als zwei Jahre nach der ursprünglichen Einführung könnte Apples KI-System damit auch den zweitwichtigsten Markt des Unternehmens erreichen. Doch warum verzögert sich der Start so lange, und welche Einschränkungen müssen chinesische Nutzer hinnehmen?
Apple setzt zunächst auf ältere KI-Funktionen
Laut einem Bericht von Bloomberg sollen mit iOS 27.3 unter anderem die bekannten Schreibwerkzeuge, KI-generierte Emojis (Genmojis) und automatische Benachrichtigungszusammenfassungen verfügbar werden. Hinzu kommen Fotowerkzeuge aus dem Jahr 2024, mit denen sich beispielsweise unerwünschte Bildinhalte entfernen lassen.
Neuere Funktionen bleiben dagegen außen vor. Der Bildgenerator Image Playground wird weder in seiner ursprünglichen noch in seiner verbesserten Version angeboten. Auch die mit iOS 27 eingeführten Fotowerkzeuge, darunter die nachträgliche Veränderung von Bildperspektiven, fehlen.
Bereits im Sommer 2026 gab es Berichte über eine Genehmigung durch die chinesische Cyberspace-Behörde. Dennoch verzögerte sich die Einführung. Apple soll gemeinsam mit Alibaba ein speziell angepasstes KI-Modell entwickelt haben, das chinesische Vorschriften einschließlich staatlicher Zensurauflagen berücksichtigt.
Zusätzliche Schutzmechanismen und Filtertechnologien sollen die regulatorischen Anforderungen erfüllen. Such- und Siri-Funktionen werden Berichten zufolge teilweise durch Technologie des chinesischen Anbieters Baidu unterstützt.
Siri AI bleibt auf unbestimmte Zeit ausgeschlossen
Besonders weitreichend ist der Verzicht auf die verbesserte Siri mit persönlichem Kontext. Innerhalb von Apple soll laut Bericht die Einschätzung vorherrschen, dass diese Funktionen in China „nicht in absehbarer Zeit“ verfügbar werden.
Ob Apple mit dem eingeschränkten Angebot im chinesischen Markt aufholen kann, bleibt offen. Wettbewerber wie Xiaomi, Huawei, Vivo und Oppo integrieren bereits seit Jahren umfangreiche KI-Funktionen in ihre Smartphones.
Auch in der Europäischen Union ist Siri AI bislang nicht verfügbar. Apple verweist hier auf regulatorische Gründe und betont den laufenden konstruktiven Dialog mit der EU-Kommission.
Die unterschiedlichen Einschränkungen verdeutlichen, wie stark nationale Vorschriften die Einführung und Nutzung moderner KI-Systeme beeinflussen. Für Anwender und Unternehmen ist deshalb nicht allein entscheidend, welche Funktionen ein Hersteller entwickelt, sondern auch, welche davon regional tatsächlich bereitstehen.
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