AMD nutzt die CES 2026, um klarzumachen, wie ernst es dem Unternehmen mit dem KI-Markt ist – kann das den Abstand zu Nvidia spürbar verkleinern?
Auf der CES 2026 präsentiert AMD ein bemerkenswert breites Portfolio neuer KI-Prozessoren und Plattformen. Im Zentrum steht die neue Helios Rack-Scale-Plattform, die als technologische Grundlage für künftige KI-Rechenzentren dienen soll. Sie richtet sich klar an Hyperscaler und Unternehmen mit massivem Bedarf an Rechenleistung.
Besonders aufmerksam verfolgt wurde der Auftritt von OpenAI-Präsident Greg Brockman, der die strategische Bedeutung leistungsfähiger Chips für moderne KI-Modelle unterstrich. Der bereits im Herbst geschlossene Deal zwischen AMD und OpenAI verleiht dieser Partnerschaft zusätzliches Gewicht und signalisiert, dass AMD im KI-Ökosystem künftig eine deutlich größere Rolle spielen will.
Mit der vollständigen Enthüllung der Instinct-MI400-Serie liefert AMD konkrete Hardware für dieses Vorhaben. Vom MI455X als Flaggschiff bis zum MI440X für On-Premise-Szenarien deckt das Portfolio Training, Finetuning und Inferenz gleichermaßen ab. Der Blick nach vorn fällt auf die MI500-Serie, die ab 2027 mit 2-nm-Fertigung, CDNA-6-Architektur und HBM4E-Speicher eine massive Leistungssteigerung verspricht.
Parallel adressiert AMD den Client- und Edge-Bereich. Die neuen Ryzen-AI-400-Prozessoren für Laptops bringen moderate, aber gezielte Verbesserungen, während Embedded-Varianten neue KI-Anwendungen in Automotive, Healthcare und autonomen Systemen ermöglichen. Ergänzt wird das Portfolio durch neue Gaming-SoCs für Handhelds, die leistungsstarke Grafik zu künftig niedrigeren Systempreisen versprechen.
