HTC hat seine erste KI-Brille vorgestellt – und setzt damit ein klares Statement im Wearable-Markt. Die Vive Eagle kommt ohne Display, dafür aber mit jeder Menge smarter Funktionen. Doch was kann das elegante Gadget wirklich?
Die Vive Eagle ist in Zusammenarbeit mit Taiwan Mobile und 2020EYEhaus entstanden und wird zunächst exklusiv in Taiwan verkauft. Ob und wann der Schritt nach Europa oder in die USA folgt, ist derzeit ungewiss.
Kamera, KI und Übersetzung in einem Paket
Herzstück der Brille ist der hauseigene Sprachassistent „Vive AI“, der auf die Power von OpenAIs ChatGPT und Googles Gemini zugreift. Damit lassen sich nicht nur Fragen beantworten, sondern auch per Sprachbefehl Fotos und Videos aufnehmen – unterstützt von einer 12-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera.
Ein besonderes Highlight: Die Brille erkennt Text in zwölf Sprachen und übersetzt ihn direkt in gesprochene Sprache – ganz ohne zusätzliche App. Für Datenschutz sorgt HTC, indem alle Daten lokal gespeichert und nicht für KI-Trainings verwendet werden. Selbst bei der Nutzung externer KI-Dienste bleiben die Daten anonym. Eine kleine LED im Rahmen zeigt an, wenn gefilmt wird – und stoppt automatisch, sobald die Brille abgenommen wird.
Design trifft Funktion
Optisch erinnert die Vive Eagle an die Ray-Ban Wayfarer – wahlweise in transparentem Braun, Rot, Grau oder Schwarz. Zeiss-Sonnenbrillengläser mit UV-Schutz sind standardmäßig verbaut, Korrekturgläser fehlen bisher. Im Inneren steckt ein 235-mAh-Akku, der bis zu sechs Stunden Laufzeit bietet. Dank magnetischem Schnellladen sind 50 Prozent in nur zehn Minuten wieder drin. Praktisch: Eine Pass-Through-Funktion erlaubt das Laden via Powerbank oder Smartphone.
Preis und Verfügbarkeit
Die leichte Brille (49 Gramm) kann ab sofort für rund 450 Euro (15.600 Taiwan-Dollar) auf der HTC-Website vorbestellt werden.
