24. Juni 2026

Siri AI in der Beta: Fortschritte sichtbar, Zugang weiter eingeschränkt

Apple öffnet seine neue Siri AI schrittweise für Entwickler. Der erste Eindruck: Viele Funktionen sind bereits nutzbar, der Weg dorthin bleibt aber eingeschränkt – besonders in Europa.

Aktuell können nur registrierte Entwickler Apples überarbeitete Siri AI testen. Voraussetzung sind die Entwickler-Betas von iOS 27, iPadOS 27, macOS 27 und weiteren neuen Systemversionen. Für reguläre Nutzer startet der Test frühestens im Juli, wenn Apple die ersten Public Betas freigibt.

Die Installation einer Beta-Version reicht allerdings nicht aus. Wie schon bei Apple Intelligence unter iOS 18 arbeitet Apple mit einer Warteliste. Wer teilnehmen möchte, muss Siri auf einem Betagerät in den Systemeinstellungen aktivieren und wird dann für den Zugriff vorgemerkt.

In Europa ist der Zugang zusätzlich begrenzt. Auf iPhone und iPad bleibt Siri AI aus regulatorischen Gründen außen vor, solange Apple keine Einigung mit der EU-Kommission erzielt. Testen lässt sich das System hier nur auf Mac und Vision Pro. Entscheidend ist der Apple-Account: Ist dort ein EU-Land hinterlegt, bleibt der Zugriff auf iPhone und iPad gesperrt.

Auch die Warteliste selbst ist inzwischen weniger leicht zu umgehen. Während Entwickler in der WWDC-Woche noch relativ schnell freigeschaltet wurden, dauert die Zulassung mittlerweile länger. Ein früherer Mac-Trick per Terminalkommando funktioniert seit der zweiten Beta nicht mehr. Auf iPhone und iPad gab es diese Möglichkeit ohnehin nicht. Zudem wird der Zugang geräteabhängig vergeben: Ein Entwickler kann Siri AI auf dem Mac nutzen, während das iPhone mit demselben Apple-Account noch keinen Zugriff erhält.

Funktional wirkt Siri AI laut Entwicklerberichten bereits recht weit. Möglich sind unter anderem Gerätesteuerung, ein echter Chatbot-Betrieb und das Auffinden kontextsensitiver Informationen. Dennoch läuft nicht alles reibungslos. Beim Serverzugriff kann es zu Verzögerungen kommen, selbst auf leistungsstarken Geräten wie iPhone 17 Pro, iPhone 17 Pro Max, iPhone Air oder Macs mit M3, die Apples bestes lokales Sprachmodell nutzen dürfen.

Nicht alle KI-Funktionen hängen direkt an der Siri-Warteschleife. Generative Funktionen wie das verbesserte Image Playground sind sofort verfügbar. Das gilt auch für neue KI-Bildbearbeitungsmöglichkeiten in Fotos, etwa zum Verändern von Blickwinkeln oder zum Ausmalen bestimmter Bildbereiche.

Noch nicht vollständig nutzbar ist die Konfiguration der neuen Siri-Stimmen. Apple sieht zwei Stimmen mit deutlich höherer Ausgabequalität vor, deren Tempo und Expressivität eigentlich angepasst werden sollen. Das entsprechende Einstellungsmenü lässt aktuell jedoch keine Änderungen zu. Die Stimmen selbst funktionieren auf Beta-Geräten ebenso wie die überarbeitete Diktierfunktion ohne Freischaltung über die Siri-Warteliste.

Das lokale Diktat ist allerdings nicht standardmäßig aktiv und setzt ebenfalls aktuelle Hardware voraus: iPhone 17 Pro, iPhone 17 Pro Max oder iPhone Air. Auch die verbesserte Genmoji-Funktion steht unabhängig vom Siri-AI-Zugang bereit.

Offiziell ist Siri AI derzeit auf US-Englisch ausgelegt. In ersten Tests versteht das System teilweise auch Deutsch und kann Fragen beantworten. Eine offizielle Unterstützung ist das aber noch nicht.


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