Fischverarbeitung per Roboter klingt nach Zukunft – aber basiert auf einer alten Methode. Warum setzen Tech-Unternehmen jetzt auf traditionelle Handwerkskunst?
Das kalifornische Start-up Shinkei Systems bringt Hightech aufs Meer. Mit seinen Poseidon-Robotern lässt das Unternehmen eine fast vergessene japanische Methode zur Fischverarbeitung wieder aufleben: Ikejime. Diese Technik galt lange als zu aufwendig und teuer – vor allem für den US-Markt. Doch genau darin sieht Shinkei jetzt großes Potenzial.
Die Ikejime-Methode ist auf Qualität ausgelegt. Sie sorgt für eine besonders stressfreie Verarbeitung, bei der Geschmack, Textur und Haltbarkeit des Fischs erhalten bleiben. Das Resultat: ein hochwertiges Produkt, das bislang nur in wenigen Spitzenrestaurants zu finden war. Die Poseidon-Roboter, etwa schrankgroß, übernehmen diesen Prozess nun automatisiert an Bord von Fischkuttern. Mithilfe Künstlicher Intelligenz erkennen sie die Fischart, analysieren relevante Merkmale und leiten die Weiterverarbeitung ein – ganz ohne Einfrieren, um Frische und Qualität zu sichern.
Vier dieser KI-Systeme sind bereits auf Schiffen im Einsatz, zehn weitere sollen 2025 folgen. Damit will Shinkei den Zugang zu hochwertigem Fisch erleichtern – und gleichzeitig dem Markt für gehobene Gastronomie neue Impulse geben.
Ob Fischliebhaber, Tech-Fan oder Nachhaltigkeits-Enthusiast: Diese Entwicklung zeigt, wie moderne Technologie altes Wissen sinnvoll nutzbar machen kann – für besseren Geschmack und weniger Verschwendung.
