20. Februar 2026

Perplexity ohne Werbung: Wenn Vertrauen zur eigentlichen Währung wird

Perplexity macht gerade etwas, das in der Tech-Welt fast schon unvernünftig wirkt: Das Unternehmen verabschiedet sich von Werbung – aus Angst, dass Nutzer sonst an der Objektivität der Antworten zweifeln. Und ehrlich gesagt: Ich kann den Gedanken nachvollziehen. Sobald Menschen auch nur vermuten, dass eine „beste Antwort“ vielleicht auch eine „bezahlte Antwort“ sein könnte, wird jedes Ergebnis automatisch skeptischer gelesen.

Perplexity hatte 2024 als einer der frühen Anbieter generativer KI mit Werbung experimentiert – inklusive klar gekennzeichneter gesponserter Antworten. Laut Unternehmensdarstellung hatten Sponsoren keinen Einfluss auf Inhalte. Trotzdem wurde die Werbung Ende 2025 schrittweise wieder entfernt. Der Kernpunkt dahinter ist simpel: Ein Nutzer muss überzeugt sein, dass er gerade die bestmögliche Antwort bekommt – nur dann bleibt er dabei und ist im Zweifel auch bereit, für das Produkt zu zahlen.

Damit setzt Perplexity auf ein Geschäftsmodell, das stärker auf Abos statt Anzeigen basiert. Die Einnahmen stammen demnach vor allem aus kostenpflichtigen Abonnements; die Preisbandbreite liegt bei 20 bis 200 US-Dollar pro Monat. Perplexity verweist zudem auf eine sehr große Nutzerbasis (über 100 Millionen) und wird mit 18 Milliarden US-Dollar bewertet, bei einem Jahresumsatz von rund 200 Millionen US-Dollar. Kurz: Das Unternehmen will sich nicht über Werbedruck finanzieren, sondern über Produktqualität – vor allem über Verlässlichkeit und korrekte Antworten.

Spannend ist der Kontrast zur Konkurrenz. OpenAI testet in den USA Werbung in ChatGPT – und zwar in der Gratisversion und in ChatGPT Go, der günstigsten Bezahlstufe. Auch dort wird betont, dass Sponsoren keinen Einfluss auf Antworten haben. Gleichzeitig ist der Schritt nachvollziehbar: Infrastruktur für kostenlose Nutzung kostet enorm, und der Wettbewerbsdruck wächst. Google wiederum zeigt Anzeigen im KI-Modus und in KI-Übersichten der Suche. Gleichzeitig gibt es auch Gegenbeispiele: DeepMind-CEO Demis Hassabis hat erklärt, dass Googles KI-Assistent Gemini derzeit werbefrei bleiben soll. Anthropic positioniert Claude ebenfalls ohne Werbung.


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