15. August 2025

OpenAI kehrt zum Modellwähler zurück – mehr Freiheit für ChatGPT-Nutzer

OpenAI macht einen Schritt zurück in Richtung Nutzerkontrolle: Wer ChatGPT mit GPT-5 verwendet, kann nun wieder selbst bestimmen, welches Modell zum Einsatz kommt. Doch was steckt hinter dieser Kehrtwende – und was bedeutet sie für die Praxis?

Die neue Wahlfreiheit im Überblick
Mit dem jüngsten Update führt OpenAI drei manuelle Betriebsmodi für GPT-5 ein: Auto, Fast und Thinking. Zwar empfiehlt CEO Sam Altman weiterhin den Automatikmodus, doch gerade für spezielle Anwendungsfälle ist die manuelle Auswahl ein Gewinn. Neu ist auch ein kleines, aber nützliches Interface-Detail: Fährt man mit der Maus über den „Regenrate“-Button, sieht man sofort, welches Modell die aktuelle Antwort erzeugt hat.

Warum dieser Schritt bemerkenswert ist
Bisher entschied ein Routing-System automatisch, welche Modellvariante antwortet – und das kam bei vielen nicht gut an. Nutzer:innen beklagten, dass leistungsstarke Varianten wie GPT-4o ohne Vorwarnung verschwanden und der Router nicht immer das Beste aus GPT-5 auswählte. Kritiker vermuteten sogar, OpenAI wolle so Rechenkosten sparen, indem auf günstigere Modelle umgeleitet wird.

Reaktion auf Kritik – und kleine Zugeständnisse
OpenAI hat daraufhin die Limits für den rechenintensiven „GPT-5 Thinking“-Modus angehoben: 3.000 Nachrichten pro Woche sind nun möglich, bevor automatisch auf die sparsamere Mini-Version umgeschaltet wird. Zusätzlich gibt es wieder mehr Auswahl im Modellpicker – GPT-4o ist zurück, und mit einem neuen Schalter in den Einstellungen lassen sich weitere Modelle wie o3, 4.1 oder GPT-5 Thinking mini aktivieren.

Ein Blick auf die Schattenseite
Nicht alle sind begeistert. Der bekannte KI-Kritiker Gary Marcus hält GPT-5 für überbewertet und enttäuschend. Er verweist auf Fehler in komplexen Aufgaben sowie eine aktuelle Studie, die zeigt, dass das sogenannte „Chain of Thought“-Denken außerhalb des Trainings wenig robust ist. Für ihn ist der Launch kein Meilenstein, sondern ein Moment, in dem selbst Tech-Enthusiasten die Richtung der Branche hinterfragen könnten.


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