Microsoft geht den nächsten Schritt in Richtung strukturierter KI-Governance. Doch wie behalten Unternehmen bei immer mehr KI-Tools und Agenten noch den Überblick über Sicherheitsrisiken?
Mit der öffentlichen Vorschau des „Security Dashboard for AI“ adressiert Microsoft genau diese Herausforderung. IT-Verantwortliche erhalten eine zentrale, interaktive Übersicht über Risiken, die durch den Einsatz von KI-Assistenten, Plattformen, Anwendungen und Agenten entstehen können. Dazu zählen unter anderem Datenabflüsse, Schwachstellen in Modellen, Fehlkonfigurationen oder problematische Agenten-Aktionen.
Das Dashboard konsolidiert Sicherheits-, Identitäts- und Datenrisiken aus Microsoft Defender, Entra und Purview in einer einheitlichen Oberfläche. Besonders praxisnah: Eine Bewertungsansicht mit Karten zeigt auf einen Blick, wo akuter Handlungsbedarf besteht. Gleichzeitig wird sichtbar, wie weit die Security-for-AI-Funktionen innerhalb der eigenen Organisation bereits implementiert sind – inklusive konkreter Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Sicherheitslage.
Ein zentrales Element ist das integrierte KI-Inventar. Es erfasst KI-Agenten, Modelle, MCP-Server und Anwendungen und ermöglicht eine strukturierte Risikoanalyse samt Gegenmaßnahmen. Neben Microsoft-eigenen Lösungen wie Microsoft 365 Copilot, Copilot Studio-Agenten oder Foundry-Anwendungen erkennt das System auch Drittanbieter-KI wie Google Gemini oder OpenAI ChatGPT. Damit entsteht erstmals ein umfassendes Lagebild über heterogene KI-Ökosysteme hinweg.
Zusätzlich nutzt das Dashboard KI-gestützte Analysen von Security Copilot, um besonders kritische Risiken innerhalb einer Umgebung zu identifizieren. Sicherheitsteams können priorisieren, tiefer in einzelne Befunde eintauchen und diese mithilfe von Prompts detailliert untersuchen. Für Microsoft-Security-Kunden ist die Preview-Version bereits verfügbar und Bestandteil der bestehenden Lizenzen für Defender, Entra und Purview.
