OpenAI will mit GPT-5 wieder Maßstäbe setzen. Doch was steckt genau dahinter?
Die KI-Welt wartet gespannt auf den August: Dann soll OpenAI sein neues Modell GPT-5 veröffentlichen – und das in gleich drei Varianten. Besonders für Entwickler dürfte das ein spannender Meilenstein sein, denn in puncto Programmierleistung hat GPT-5 offenbar einiges im Gepäck.
GPT-5: Drei Varianten und neue Technik
Laut einem Bericht von The Verge, einem bekannten US-Tech-Portal mit Fokus auf digitale Trends und Technologie-News, plant OpenAI eine Standard-, Mini- und Nano-Version. Während die Standard- und Mini-Versionen sowohl für ChatGPT als auch für die API angeboten werden sollen, ist die Nano-Variante ausschließlich für die API vorgesehen. Eine offizielle Ankündigung gibt es noch nicht – der Starttermin bleibt also spannend.
Technisch geht OpenAI mit GPT-5 einen neuen Weg: Erstmals werden die klassische GPT-Reihe und die o-Serie kombiniert. Letztere ist auf logisches Denken spezialisiert. Die Besonderheit: GPT-5 entscheidet selbstständig, ob bei einer Anfrage reasoning notwendig ist – das System wählt den passenden Modus also automatisch. Nutzer profitieren dadurch von konsistenteren und effizienteren Antworten.
Ob GPT-5 ein vollständig neues Modell oder eher eine Art intelligentes Routing-System ist, das Anfragen dynamisch verteilt, ist aktuell noch offen.
Fokus auf Programmieren: Neue Stärken bei Code-Aufgaben
Besonders im Bereich der Softwareentwicklung scheint GPT-5 Fortschritte gemacht zu haben. Laut The Information, einem renommierten Tech-Portal mit exklusivem Branchenzugang, soll das Modell bei komplexen Programmieraufgaben besser abschneiden als seine Vorgänger – insbesondere bei Herausforderungen mit älterem oder unübersichtlichem Code.
Ein früher Tester mit Zugriff auf GPT-5 beschreibt das Modell im direkten Vergleich als überlegen gegenüber Claude Sonnet 4. Unabhängige Benchmarks stehen zwar noch aus, doch die Erwartungen sind entsprechend hoch. Für OpenAI ist die Programmierkompetenz mehr als nur ein Feature – sie gilt als strategischer Schlüssel zur Entwicklung einer künstlichen allgemeinen Intelligenz (AGI).
Zudem könnte GPT-5 helfen, Marktanteile zurückzugewinnen, die zuletzt an Anbieter wie Anthropic verloren gingen.
Microsoft setzt auf „Smart Mode“
Passend dazu arbeitet auch Microsoft an einem neuen Feature für seinen KI-Assistenten Copilot. Der sogenannte „Smart Mode“ soll GPT-5 nutzen, um zwischen schnellen Antworten und tiefgehender Analyse zu wechseln – je nachdem, was die Aufgabe erfordert. Im Code ist die Funktion laut TestingCatalog bereits vorhanden, eine Aktivierung könnte zeitgleich mit GPT-5 erfolgen.
Für Copilot-Nutzende bedeutet das: ein flüssigeres, intuitiveres Erlebnis bei vielfältigen Aufgaben – von einfachen Abfragen bis hin zu komplexen Analysen.
