Google hat seine KI-Suche auf ein neues Level gehoben – und das gleich weltweit. Doch was bringt der neue „AI Mode“ den Nutzern wirklich?
Der AI Mode ist mehr als ein kleines Update: Google macht seine Suche interaktiver und erweitert die Funktionen deutlich. Statt wie bei den in Europa bekannten „AI Overviews“ nur kurze Antworten zu liefern, erlaubt der AI Mode einen Chat fast wie mit ChatGPT. Über 180 Länder und Regionen werden jetzt erschlossen – die EU bleibt allerdings außen vor.
Ein spannender Punkt sind die neuen agentischen Fähigkeiten. Damit kann die KI beispielsweise eigenständig Restaurantreservierungen übernehmen. Nutzer geben Kriterien wie Uhrzeit, Gruppengröße oder Küche an, und die KI sucht in Echtzeit passende Optionen über Partner wie OpenTable oder Resy heraus – inklusive direkter Buchungslinks. Künftig sollen auch Dienstleistungen und Event-Tickets integriert werden. Technisch läuft das Ganze über Googles Live-Webbrowsing-System „Project Mariner“ und Datenquellen wie Google Maps.
Auch das Thema Personalisierung spielt eine große Rolle. Der AI Mode berücksichtigt frühere Suchanfragen, Klicks oder Gespräche und schlägt so passgenauere Ergebnisse vor. Wer etwa schnell ein Mittagessen sucht, bekommt Empfehlungen, die den eigenen Vorlieben entsprechen – ob pflanzenbasiert, italienisch oder mit Terrasse. Der Haken: Die Funktion startet zunächst nur für zahlende „Google AI Ultra“-Kunden in den USA. Zudem warnen Experten, dass agentische KI-Systeme mit Browserzugriff noch Sicherheitslücken haben können.
Alles in allem macht Google mit dem AI Mode einen großen Schritt Richtung „aktive“ KI-Suche – mit dem Ziel, nicht nur Informationen zu liefern, sondern Aufgaben direkt zu erledigen.
