Alphabet, der Technologiekonzern hinter Google, legt beeindruckende Zahlen vor – und schraubt seine Investitionen in Künstliche Intelligenz auf ein neues Rekordniveau. Wie wirkt sich das auf den KI-Wettlauf aus?
Starke Nachfrage treibt Investitionen
Alphabet wächst in nahezu allen Geschäftsbereichen kräftig. Der Umsatz ist im zweiten Quartal 2025 um 14 Prozent auf 96,4 Milliarden US-Dollar gestiegen – deutlich mehr als von Analysten erwartet. Der Betriebsgewinn konnte sogar um 32 Prozent zulegen, der Nettogewinn um 19 Prozent. Besonders dynamisch entwickelt sich die Google Cloud, deren Einnahmen um stolze 32 Prozent auf 13,6 Milliarden US-Dollar wuchsen.
Kein Wunder also, dass CEO Sundar Pichai den Kurs weiter beschleunigt: Alphabet erhöht sein Investitionsbudget für KI-Infrastruktur auf satte 85 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 10 Milliarden im Vergleich zur bisherigen Planung. Grund dafür sei laut Pichai die „anhaltend starke Nachfrage nach Cloud-Produkten und -Diensten“. Auch Finanzchefin Anat Ashkenazi kündigte bereits weitere Investitionen für 2026 an.
Strategische Vorteile im KI-Wettstreit
Ein strategischer Coup gelang Alphabet mit dem Gewinn mehrerer KI-Talente, die nach einer gescheiterten Übernahme durch OpenAI zu Google wechselten. Parallel dazu sicherte sich Alphabet einen prominenten Auftrag von OpenAI: Künftig stellt Google Serverkapazitäten für ChatGPT zur Verfügung – ein klares Signal, dass OpenAI nicht mehr ausschließlich auf Microsoft setzen will.
Insgesamt positioniert sich Alphabet also nicht nur als Anbieter, sondern auch als unverzichtbarer Infrastrukturpartner im globalen KI-Ökosystem.
Suchmaschine und YouTube weiter im Aufwind
Während die Konkurrenz im KI-Bereich wächst, bleibt Google mit seinen Kerndiensten erfolgreich: Die Suche generierte im Quartal 54,2 Milliarden Dollar Umsatz – 12 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch YouTube glänzt: 9,8 Milliarden Dollar durch Werbung bedeuteten ein Plus von 13 Prozent, ebenfalls über den Prognosen.
Alphabet setzt hier stark auf KI-gestützte Funktionen. Pichai verweist auf die globale Verbreitung der automatischen KI-Übersichten, die inzwischen 2 Milliarden Menschen monatlich erreichen. Der hauseigene Chatbot Gemini zählt laut Unternehmensangaben bereits 450 Millionen aktive Nutzer pro Monat.
