Google erweitert Gemini hierzulande um neue Personalisierungsfunktionen. Im Mittelpunkt steht die Funktion „Gemerkte Informationen“. Damit kann Gemini aus vergangenen Unterhaltungen lernen und wichtige Details behalten, wenn Nutzerinnen und Nutzer diese im Gespräch geteilt haben.
Das kann im Alltag praktisch sein: Wer Gemini etwa von bestimmten Interessen, Vorlieben oder wiederkehrenden Aufgaben erzählt, muss diese Informationen nicht immer wieder neu erklären. Die Antworten sollen dadurch natürlicher, passender und individueller werden.
Gleichzeitig bleibt die europäische Variante eingeschränkter als Googles umfassendere „Personal Intelligence“, die in anderen Regionen stärker auf Dienste wie Gmail, Fotos, Suche oder YouTube zugreifen kann. In Deutschland und im Europäischen Wirtschaftsraum startet Google also mit einer reduzierten Form der Personalisierung.
Wichtig ist: Die Funktion ist standardmäßig aktiviert. Wer das nicht möchte, kann sie in der Gemini-App unter „Persönlicher Kontext“ und „Gemerkte Informationen“ deaktivieren. Auch gespeicherte Aktivitäten lassen sich verwalten und löschen.
Zusätzlich führt Google eine Importfunktion ein. Damit können Erinnerungen und Chatverläufe aus anderen KI-Apps zu Gemini übertragen werden. Aus Beratungssicht ist das ein spannender Schritt: KI-Assistenten konkurrieren künftig nicht nur über Modellleistung, sondern zunehmend über Kontext, Gewohnheiten und persönliche Nutzerdaten.
