Eine Brille, die (mit)denkt – und Ihre Privatsphäre respektiert.
Was unterscheidet die neue Smart Glasses „Halo“ von Brilliant Labs von anderen KI-Brillen – und warum sorgt sie schon jetzt für Gesprächsstoff?
Mehr als nur ein Display im Brillenglas
Mit „Halo“ bringt Brilliant Labs ein bemerkenswertes Stück Technik auf den Markt: Eine unscheinbare Brille, vollgepackt mit Sensoren, einem OLED-Farbdisplay und dem KI-Assistenten „Noa“. Das Besondere? Alles basiert auf Open-Source – sowohl Software als auch Hardwaredokumentation sind offen zugänglich. Gleichzeitig legt der Hersteller großen Wert auf Datenschutz: Rohdaten werden nicht gespeichert, sondern direkt auf der Brille verarbeitet und abstrahiert.
„Noa“ analysiert visuelle und akustische Reize und lässt sich ganz einfach per Sprachbefehl steuern. Das erlaubt etwa das gezielte Ein- und Ausschalten von Kamera und Mikrofon oder das Aktivieren eines Ruhemodus.
Digitale Erinnerung mit Kontext
Mit dem neuen System „Narrative“ geht Brilliant Labs noch einen Schritt weiter: Die Brille merkt sich Inhalte – etwa Namen oder Gespräche – kontextbasiert, ohne dass personenbezogene Daten in eine Cloud wandern. Die lokale Verarbeitung ist das Herzstück dieser Funktion. Und das ist nicht nur clever, sondern auch beruhigend für alle, die um ihre Privatsphäre besorgt sind.
Apps sprechen? Kein Problem mit „Vibe Mode“
Mit dem sogenannten „Vibe Mode“ können Nutzer Anwendungen durch Sprache erstellen. Der Assistent „Noa“ setzt gesprochene Befehle direkt in funktionale Mini-Apps um. Diese laufen lokal auf dem Gerät und können sogar mit anderen geteilt oder angepasst werden. Möglich macht das eine Lua-Integration ins Open-Source-System Zephyr – angetrieben von einem sparsamen Mikrocontroller von Alif Semiconductor.
Leicht, offen, durchdacht
Technisch bietet die „Halo“ alles, was man sich von einer modernen KI-Brille wünschen kann: ein kleines, helles OLED-Display, optische Sensoren, Knochenschalllautsprecher, Mikrofone und Lagesensoren – und das alles bei nur rund 40 Gramm Gewicht. Bis zu 14 Stunden Akkulaufzeit und individuell anpassbare Korrekturgläser runden das Angebot ab.
Marktstart mit Limitierung
Der Verkaufsstart ist für November 2025 angesetzt, mit einem Einführungspreis von 299 US-Dollar. Die Brille wird ausschließlich über die Website von Brilliant Labs erhältlich sein – allerdings zunächst nur in begrenzter Stückzahl.
