Adobe erweitert seine KI-Plattform Firefly um eine Funktion, die Videoproduktion spürbar beschleunigen soll. Kann ein Text-Prompt wirklich den ersten Schnitt ersetzen?
Mit „Quick Cut“ führt Adobe ein Werkzeug ein, das aus Rohmaterial oder KI-generierten Clips automatisch einen strukturierten Erstedit erstellt. Nutzer beschreiben in eigenen Worten, worum es im Video gehen soll – etwa ein Interview, eine Produktvorstellung oder ein Reise-Vlog – und erhalten daraufhin einen fertigen Rohschnitt. Optional lassen sich auch Drehbücher oder Shot-Listen integrieren, um das Ergebnis gezielter zu steuern.
Das Spannende dabei: Firefly fungiert nicht nur als einzelnes Modell, sondern als Plattform. Adobe bündelt hier KI-Technologien aus dem eigenen Haus sowie von Google, OpenAI und Runway. Für Content-Creator entsteht so eine zentrale Benutzungsoberfläche, in der Ideenfindung, Generierung und Schnitt enger zusammenrücken.
Besonders relevant ist „Quick Cut“ für Produkttester, Reporter, Podcaster und Marketer – also für alle, die regelmäßig Videoinhalte produzieren und unter Zeitdruck stehen. Der erste, oft zeitintensive Schnitt wird damit zur automatisierten Vorstufe. Kreative Entscheidungen, Feinschliff und Dramaturgie bleiben weiterhin beim Menschen – aber die Basis steht deutlich schneller.
Zusätzlich lockt Adobe mit einem zeitlich begrenzten Angebot: Bis zum 16. März sind für bestimmte Abo-Modelle unbegrenzte Bild- und Videogenerierungen in bis zu 2K-Auflösung möglich. Das senkt die Einstiegshürde für Experimente mit KI-gestützter Videoproduktion erheblich.
