Mit der Fahrzeugsoftware 2026.2.6 schaltet Tesla den KI-Chatbot Grok in mehreren europäischen Ländern frei, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz. Für viele Fahrer ist das ein spürbarer Schritt über die bisherige, eher klassische Sprachsteuerung hinaus: Statt nur feste Befehle zu erkennen, kann Grok Fragen beantworten und Inhalte kontextbezogen einordnen – laut Tesla sogar mit Echtzeitbezug.
Im Alltag heißt das: Grok ist zunächst vor allem ein smarter Gesprächspartner im Auto, der zusätzlich bei der Navigation helfen kann. In der aktuellen Beta lassen sich Navigationsziele ergänzen oder Routen anpassen. Gleichzeitig bleibt der Funktionsumfang noch klar begrenzt: Fahrzeugsteuerungen wie Sitzheizung, Medien oder Scheibenwischer sind per Grok derzeit nicht vorgesehen. Wer schon bestehende Sprachbefehle nutzt, muss aber nichts befürchten – die bisherigen Funktionen bleiben erhalten.
Wichtig ist auch die technische und vertragliche Seite: Grok setzt ein Tesla-Fahrzeug mit AMD-Ryzen-Prozessor voraus (in neuen Modellen seit etwa Mitte 2021 verbaut). Außerdem braucht man entweder Teslas Premium-Konnektivität (rund 10 Euro pro Monat) oder eine WLAN-Verbindung, zum Beispiel per Smartphone-Hotspot. Nach dem Update erscheint Grok als eigene App im Launcher; alternativ lässt er sich über langes Drücken der Sprach-Taste am Lenkrad starten. Personalisierung ist ebenfalls vorgesehen: Stimme und „Persönlichkeit“ lassen sich wählen – vom „Storyteller“ bis zu deutlich ausgefalleneren Varianten.
