16. Februar 2026

OpenAI holt OpenClaw-Macher an Bord – und das ist mehr als nur ein netter PR-Move

Wenn OpenAI-Chef Sam Altman öffentlich von „persönlichen Agenten der nächsten Generation“ spricht, lohnt sich immer ein genauer Blick. Denn genau darum geht es jetzt: Der österreichische Entwickler Steinberger, bekannt durch den KI-Bot OpenClaw, wechselt zu OpenAI. Und während viele solche Deals als klassisches „Talent-Acqui-hire“ abtun würden, steckt hier etwas Spannenderes drin.

OpenClaw bleibt Open Source – und soll wachsen

Steinberger macht klar: OpenClaw soll Open Source bleiben. Gleichzeitig soll daraus ein Ort entstehen, an dem „Denker, Hacker und Menschen“ zusammenkommen können, die ihre Daten selbst kontrollieren wollen. Dafür arbeitet er nach eigener Aussage an einer Stiftung rund um das Projekt – ein Hinweis darauf, dass er OpenClaw nicht als kurzfristigen Hype, sondern als langfristige Struktur denkt.

Das ist bemerkenswert, weil OpenAI als Unternehmen bislang eher für zentralisierte, cloudbasierte Services bekannt ist – allen voran ChatGPT. Ein Open-Source-Agent, der lokal läuft und dem Nutzer die Kontrolle über Daten und Infrastruktur lässt, passt nicht automatisch in dieses Bild. Umso interessanter ist, dass OpenAI genau diesen Weg offenbar mitgehen will.

Was OpenClaw technisch so brisant macht

Der Kern von OpenClaw ist ein Agent, der auf eigener Hardware installiert wird und dort Vollzugriff erhält. Über Messenger-Dienste wie Telegram lässt sich der Agent fernsteuern und kann Aufgaben autonom ausführen – beispielsweise Software installieren, löschen oder starten. Das klingt nach produktiver Automatisierung, ist aber im Sicherheitskontext ein hochsensibles Setup: Ein Agent mit Vollzugriff ist im Worst Case auch ein Traum für Angreifer.

Steinberger wirkt sich dieser Dimension bewusst: Er schreibt selbst, dass für sein nächstes Ziel – „einen KI-Agenten zu bauen, den meine Mutter benutzen kann“ – größere Änderungen nötig seien, inklusive deutlich mehr Fokus auf Sicherheit. Genau das ist der entscheidende Punkt: Ein Agent ist erst dann massentauglich, wenn er nicht nur leistungsfähig, sondern zuverlässig und abgesichert ist.

Warum OpenAI das ernst nimmt

Altman nennt Steinberger „ein Genie“ und skizziert die Vision von Agenten, die miteinander interagieren und dadurch nützliche Dinge erledigen. OpenAI geht offenbar davon aus, dass diese Agententechnologie schnell zum Herzstück eigener Produkte wird. Das passt zur generellen Entwicklung: Statt „nur“ zu chatten, soll KI zunehmend handeln – im Auftrag des Nutzers, aber idealerweise unter klaren Grenzen.


Wir führen seit Jahren Beratung zu KI (Künstlicher Intelligenz) für KMUs (Klein- und Mittelständische Unternehmen) erfolgreich durch.

Mehr zu aktuellen Themen der #KI (Künstlichen Intelligenz) oder zu

Ihrem individuellen, optimalen "KI-Masterplan" für Ihr Unternehmen finden Sie in unserem Newsletter.

Abonnieren Sie den Newsletter hier:


Tags


Das könnte Sie auch interessieren

Abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter!

>