Mit Version 1.109 rückt Visual Studio Code KI-Agenten noch stärker ins Zentrum – aber was bedeutet das konkret für den Entwickleralltag?
Microsoft baut den KI-Funktionsumfang von Visual Studio Code konsequent aus. In der neuen Version 1.109 wird vor allem die Zusammenarbeit mit KI-Agenten transparenter und interaktiver. Wer Anthropic-Claude-Modelle im Chat nutzt, kann deren Antwortentstehung nun live verfolgen. Die sogenannten Thinking-Token machen sichtbar, wie das Modell schrittweise zu einem Ergebnis kommt – wahlweise ausführlich oder kompakt konfigurierbar. Auch Tool-Aufrufe werden währenddessen angezeigt, inklusive automatisch aufgeklappter Fehlversuche.
Spannend ist zudem die neue Fähigkeit der KI-Modelle, Mermaid-Diagramme direkt im Chat zu erzeugen. Ob Fluss-, Sequenz- oder andere Diagrammtypen: Komplexe Zusammenhänge lassen sich damit deutlich anschaulicher erklären. Die Diagramme sind interaktiv, können gezoomt oder in einem separaten Editor weiterbearbeitet werden und eignen sich damit auch für Dokumentation und Architekturüberlegungen.
Ein weiteres experimentelles Feature erweitert den Dialog selbst. Mit dem neuen askQuestions-Werkzeug können KI-Agenten Rückfragen stellen, um unklare Anforderungen zu präzisieren. In manchen Fällen werden sogar vorbereitete Antwortoptionen angeboten, was die Zusammenarbeit beschleunigt und Missverständnisse reduziert.
Abseits der KI-Funktionen bringt das Update auch optische Neuerungen. Mit „VS Code Light“ und „VS Code Dark“ stehen zwei neue experimentelle Themes bereit, die sich noch in Entwicklung befinden. Microsoft setzt hier bewusst auf Feedback aus der Community, um die Gestaltung weiter zu verfeinern.
