6. Februar 2026

Amazon setzt KI im Studioalltag an: Tools sollen Film- und Serienproduktionen schneller und bezahlbarer machen

Amazon will KI nicht als Gimmick, sondern als praktisches Produktionswerkzeug etablieren. Im Kern geht es darum, Drehs und Postproduktion zu beschleunigen und die Kosten zu drücken – ohne dabei die kreativen Rollen zu ersetzen. Gerade weil Budgets steigen und neue Inhalte immer schwerer zu kalkulieren sind, sucht Amazon nach Wegen, die Abläufe schlanker zu gestalten.

Konkret baut Amazon MGM Studio dafür ein eigenes „AI Studio“ auf, geleitet von Albert Cheng. Geplant ist ein geschlossenes Beta-Programm mit Partnern aus der Branche, das im März 2026 startet. Erste Ergebnisse sollen im Mai vorliegen. Spannend ist dabei vor allem der Fokus auf die „letzte Meile“: Nicht noch ein weiteres KI-Tool, das irgendwo nebenher läuft, sondern Werkzeuge, die wirklich in die Praxis von Regisseuren, Produktionsteams und Kreativsoftware passen.

Ein großes Thema ist die Konsistenz: Charaktere sollen über unterschiedliche Takes und Einstellungen hinweg stabil bleiben – ein Punkt, an dem viele heutige generative Systeme in realen Produktionsumgebungen schnell an Grenzen stoßen. Außerdem sollen sich die Funktionen in bestehende Workflows integrieren lassen, statt zusätzliche Reibung zu erzeugen. Amazon arbeitet dafür offenbar mit mehreren Sprachmodell-Anbietern zusammen. Erste Tests laufen bereits mit Kreativen wie Robert Stromberg („Maleficent“) und Animator Colin Brady.

Dass Amazon das Thema nicht nur theoretisch betrachtet, zeigt ein bereits erwähnter Einsatz: Bei der Serie „House of David“ wurde KI genutzt, um für die zweite Staffel Kampfszenen als Mischung aus KI-Elementen und Live-Action-Material umzusetzen. Das ist ein Hinweis darauf, wohin die Reise gehen könnte: KI als Werkzeugkasten, der einzelne Sequenzen schneller möglich macht – ohne dass ein Team die Kontrolle aus der Hand gibt.

Wichtig ist auch die klare Positionierung: Cheng betont, dass KI Prozesse beschleunigen soll, aber Menschen nicht ersetzt. Autoren, Regisseure und Schauspieler sollen weiterhin in jeden Schritt eingebunden bleiben. Gleichzeitig passt das Projekt in eine Zeit, in der Amazon seit Oktober rund 30.000 Stellen abgebaut hat – auch bei Prime Video. Umso entscheidender wird sein, wie transparent die Rollenverteilung ist und ob KI am Ende tatsächlich entlastet, statt Druck zu erhöhen.


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