Wer in Fertigung oder Handel arbeitet, kennt das Problem: Informationen stecken in Aufträgen, Lagerlisten und Lieferplänen – und bis alles zusammengetragen ist, hat sich die Lage oft schon wieder geändert. Genau hier setzt Sage an und integriert den KI-Assistenten Sage Copilot in Sage Operations, das ERP-System für kleine und mittelgroße Unternehmen.
Sage verspricht damit weniger Klickwege und schnellere Entscheidungen. Doch was bedeutet das konkret für den Arbeitsalltag?
Copilot sitzt direkt in Sage Operations und greift auf operative ERP-Daten zu – etwa aus Beständen, Beschaffung, Auftragsabwicklung und Auslieferung. Statt dass Mitarbeitende zwischen Masken wechseln oder Daten händisch übertragen, erscheinen Hinweise und Warnungen im jeweiligen Kontext. Das kann beispielsweise helfen, Verzögerungen, Engpässe oder Ausnahmen frühzeitig zu erkennen und unmittelbar zu reagieren.
Praktisch ist auch der dialogbasierte Ansatz: Über natürliche Sprache lassen sich Fragen stellen wie „Welche Produkte werden aktuell am häufigsten nachgefragt?“ oder „Welche Liefertermine sind kritisch?“. Die Ergebnisse werden strukturiert ausgegeben und können bei Bedarf als Excel- oder CSV-Dateien exportiert werden. Für viele KMU ist das interessant, weil es Reporting und schnelle Auswertungen deutlich entlasten kann.
Ein zweiter, nicht zu unterschätzender Punkt: Sage beschreibt das Update auch als technische Grundlage für weitere KI-Agenten. Diese sollen perspektivisch mehr übernehmen als reine Auskünfte – etwa Kennzahlen überwachen oder Unregelmäßigkeiten in Lieferketten erkennen. Laut Sage befinden sich diese Agenten bereits in einer fortgeschrittenen Entwicklungsphase und nutzen die gleichen Datenmodelle und Schnittstellen wie Sage Operations.
Beim Thema Datenzugriff setzt Sage auf das bestehende Berechtigungsmodell: Copilot soll ausschließlich Daten verwenden, für die der jeweilige Nutzer auch wirklich Rechte besitzt. Das ist für Unternehmen wichtig, die KI im ERP einsetzen wollen, ohne ihr Rollen- und Rechtesystem aufzuweichen.
