17. August 2025

GPT-5 im Praxistest: Solider Code-Profi mit kreativer Schwäche

OpenAI hat sein neuestes Sprachmodell GPT-5 veröffentlicht – und die Reaktionen könnten gemischter kaum sein. Ist es der nächste große Schritt oder eher ein Update für Spezialisten?

Wer viel programmiert, dürfte sich freuen: GPT-5 glänzt vor allem bei Softwareentwicklung. Für kreative Texte hingegen berichten viele Nutzer von eher durchschnittlichen Ergebnissen. Ein möglicher Grund: Das neue Routing-System, das Anfragen je nach Komplexität an verschiedene Teilmodelle weitergibt – was bei kniffligen Programmieraufgaben punktet, bei kreativen Schreibaufgaben aber offenbar nicht immer den gewünschten Schwung liefert.

Stärken klar im Coding-Bereich
Besonders positiv fallen die Programmierfähigkeiten auf. Viele Entwickler loben die Präzision und Effizienz, mit der GPT-5 Code schreibt oder optimiert. Vermutet wird, dass OpenAI hierfür ein spezialisiertes Modell integriert hat, das gezielt auf Programmieraufgaben trainiert wurde – möglicherweise unter Einsatz der von DeepSeek entwickelten GRPO-Methode. Auch das überarbeitete Frontend mit zusätzlichen Themes kommt bei der Community gut an.

Kreativleistung bleibt hinter Erwartungen
Auf der anderen Seite bemängeln viele, dass GPT-5 weniger originell agiert als sein Vorgänger GPT-4. Das könnte daran liegen, dass kreative Aufgaben öfter an ein kompakteres Teilmodell weitergeleitet werden, das nicht über dieselbe Tiefe im Wissen und Ausdruck verfügt. Für Content-Produktion oder komplexes Storytelling sehen manche daher weiter die Konkurrenzmodelle vorn.

Starker Wettbewerb auf Augenhöhe
Im Vergleich zu Anthropics Claude oder Googles Gemini 2.5 Pro sind die Unterschiede gering. Während GPT-5 eine Kontextlänge von 400.000 Token bietet, schaffen manche Mitbewerber bis zu einer Million. Auch die Offenheit mancher Anbieter – etwa bei Architektur und Modellgewichten – sorgt dafür, dass Open-Source-Modelle wie Kimi K2 oder Qwen3-235B durchaus konkurrenzfähig bleiben.


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