Wie schafft es Amazon, den langen Weg vom KI-Prototyp zur fertigen Software zu verkürzen?
Amazon Web Services (AWS) bringt mit Kiro ein Werkzeug auf den Markt, das genau hier ansetzt – und den Entwicklungsalltag für viele deutlich verändern könnte.
Smarte Prozesse statt manueller Schleifen
Kiro will mehr als nur ein KI-Assistenzsystem sein. Es geht darum, aus einem einzigen, einfachen Prompt einen vollständigen, umsetzbaren Plan zu machen – mit User Stories, technischen Dokumentationen und konkreten Aufgaben. Besonders spannend: Die KI analysiert den bestehenden Code, erstellt Schnittstellen und bezieht Tests, Barrierefreiheit und sogar Ladezustände direkt mit ein.
Auch das Projektmanagement profitiert. Die Aufgaben werden automatisch sortiert, mit Anforderungen verknüpft und können in einer eigenen Oberfläche abgearbeitet werden. Entwickelnde sehen jederzeit, was verändert wurde – inklusive Historie und Code-Diffs. Was sonst gerne im Chaos endet, bleibt mit Kiro synchron und nachvollziehbar.
Qualitätskontrolle per Autopilot
Ein weiteres Highlight sind die „Hooks“. Diese übernehmen typische Aufgaben eines erfahrenen Entwicklers: Sie reagieren auf Dateispeicherungen, testen automatisch, halten Dokumentationen aktuell und erkennen Schwachstellen im Code. Was wie Zauberei klingt, reduziert tatsächlich den manuellen Aufwand erheblich – und bringt Struktur ins Team.
Kiro positioniert sich in hartem Wettbewerb
Mit Kiro erweitert Amazon seine Palette an KI-gestützten Entwicklungstools. Die Basis: Visual Studio Code, ergänzt durch Claude Sonnet von Anthropic. Die Nutzung ist zunächst kostenfrei, allerdings nur über eine Warteliste. Konkurrenzprodukte wie Cursor oder Claude Code sind bereits am Markt – doch AWS bringt durch die enge Anthropic-Partnerschaft und seine Infrastruktur viel Gewicht mit.
