5. November 2026

GPT-6 Astra entwickelt Codex-Hardware in wenigen Tagen – Fertigung bleibt Herausforderung

Kurz gesagt: OpenAI hat GPT-6 Astra ein vollständiges Gerät für Gespräche mit Codex entwerfen lassen. Das Design entstand in weniger als einer Woche, erste Prototypen folgten innerhalb eines Monats. Bei der praktischen Fertigung waren jedoch mehrere Prüfrunden notwendig.

Kann Künstliche Intelligenz ein elektronisches Gerät nahezu eigenständig entwickeln – von der Leiterplatte bis zur Software? OpenAI hat diese Frage in einem Nebenprojekt untersucht. Zwei Mitarbeiter begleiteten GPT-6 Astra bei der Entwicklung eines vollständigen Geräts, ohne den Entwurf während des Experiments direkt zu verändern.

KI übernimmt Hardware- und Softwareentwicklung

GPT-6 Astra verantwortete wesentliche Teile der Konstruktion. Das Modell gestaltete das Gehäuse einschließlich interner Halterungen, wählte elektronische Bauteile aus und entwickelte das Leiterplattenlayout. Auch die Benutzungsoberfläche, die Firmware und die technische Anbindung an Codex entstanden mithilfe der KI.

Bereits nach weniger als einer Woche lag ein fertiges Design vor. Ein Auftragsfertiger konnte innerhalb eines Monats erste Prototypen produzieren.

Der Weg vom digitalen Entwurf zum fertigen Gerät verlief allerdings nicht reibungslos. Astra übersah teilweise Fertigungsbeschränkungen, Maßtoleranzen und Anforderungen an die Montage. Deshalb waren mehrere menschliche Prüfrunden erforderlich, bevor sich die Konstruktion praktisch umsetzen ließ.

Neue KI-Modelle verbessern technische Konstruktionen

OpenAI nutzt KI-Werkzeuge längst auch in eigenen Entwicklungsprozessen. Hardware- und Infrastrukturteams setzen Codex und ChatGPT unter anderem für CAD-Modelle, Fertigungszeichnungen, Simulationen und Designprüfungen ein. Seit Februar hat sich die gemessene Modellnutzung in diesen Teams um das 23-Fache erhöht.

Fortschritte zeigen sich auch beim Benchmark BenchCAD 2.0. Dieser untersucht beispielsweise, wie gut KI-Modelle dreidimensionale Bauteile rekonstruieren oder elektrische Verbindungen auf Leiterplatten erkennen können.

Ein bislang unveröffentlichtes internes OpenAI-Modell erreichte dabei durchschnittlich 0,88 Punkte. GPT-6 Astra kam selbst mit der höchsten Thinking-Stufe lediglich auf 0,59 Punkte. Das neuere interne Modell erzielt bei diesen technischen Aufgaben somit deutlich bessere Ergebnisse.

OpenAI und Mazda erforschen weitere Einsatzmöglichkeiten

Parallel erweitert OpenAI seine Aktivitäten in der industriellen Entwicklung. Gemeinsam mit Mazda startet das Unternehmen eine Forschungskooperation, in der GPT-6 Astra Ingenieure bei Strömungs- und Crashsimulationen sowie der Untersuchung neuer Fahrzeugformen unterstützen soll.

Das Codex-Geräteprojekt verdeutlicht sowohl die Möglichkeiten als auch die Grenzen KI-gestützter Hardwareentwicklung. KI kann komplexe Konstruktions- und Softwareaufgaben übernehmen und Entwicklungsprozesse erheblich beschleunigen. Ob ein Entwurf tatsächlich gefertigt werden kann, hängt jedoch weiterhin von präzisen technischen Vorgaben und sorgfältiger Überprüfung ab.

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