Kurz gesagt: Google führt Skills weltweit im Gemini-Chat ein und ersetzt damit die bisherigen Gems. Nutzer können wiederkehrende Anweisungen als Skills speichern, automatisch ausführen und miteinander kombinieren. Bestehende Gems werden schrittweise übernommen, während Google das Format in den kommenden Monaten auch auf Workspace-Kunden ausweitet.
Google stellt die Organisation wiederkehrender KI-Aufgaben in Gemini neu auf. Statt der bisherigen Gems setzt der Konzern künftig auf Skills – ein Format für detaillierte Anweisungen, das ursprünglich von Anthropic stammt und als offener Standard verfügbar ist. Damit nähert sich Google einem Ansatz an, den auch OpenAI verfolgt. Doch was verändert sich dadurch für die praktische Arbeit mit Gemini?
Skills können häufig benötigte Vorgaben dauerhaft speichern und über „/“ zusammen mit dem jeweiligen Skill-Namen aufgerufen werden. Gemini kann solche Skills zudem aus bisherigen Chats erstellen und bei passenden Prompts automatisch einsetzen. Für umfangreichere Aufgaben lassen sich laut Google mehrere Skills miteinander kombinieren, beispielsweise Vorgaben zum Schreibstil mit Markenrichtlinien.
Als Referenzmaterial können Skills bereits Textdokumente, PDFs und Bilder enthalten. In den kommenden Wochen sollen weitere Funktionen folgen, die bisher von Gems bekannt sind. Dazu gehören das Teilen von Skills sowie die Einbindung von Dateien aus Google Drive und Notebooks aus Gemini Notebook. Anschließend soll das Konzept auch für Workspace-Kunden aus Unternehmen, Bildungseinrichtungen und gemeinnützigen Organisationen verfügbar werden.
Google plant zugleich einen gestaffelten Abschied von Gems. Für private Konten endet die Unterstützung im November. Workspace-Kunden aus Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen können Gems noch bis März 2027 verwenden, Bildungskunden bis Juni 2027. Bereits vorhandene Gems werden automatisch in Skills umgewandelt.
Ebenfalls im November endet Googles im Sommer 2025 gestartetes KI-Mini-App-Experiment Opal.
Für Anwender kann das vor allem dort relevant werden, wo wiederkehrende Prozesse bislang über lange Prompts oder individuell angelegte Assistenten organisiert wurden. Durch das Speichern und Kombinieren solcher Vorgaben lassen sich wiederkehrende Abläufe strukturieren, ohne dieselben Anweisungen für jede Aufgabe erneut eingeben zu müssen.
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