2. Oktober 2026

GPT-Synopsys soll KI direkt in den Chipdesign-Prozess bringen

Kurz gesagt: OpenAI und Synopsys entwickeln mit GPT-Synopsys ein spezialisiertes KI-Modell für die Chip-Entwicklung. Es soll EDA-Werkzeuge bedienen, Ergebnisse auswerten und Chipdesigns optimieren können, während Ingenieure die Resultate prüfen und freigeben.

Chipdesign zählt zu den komplexesten Aufgaben der Technologiebranche. OpenAI und Synopsys wollen nun prüfen, wie weit sich einzelne Arbeitsschritte mit spezialisierten KI-Systemen automatisieren lassen. Im Rahmen einer mehrjährigen strategischen Partnerschaft entwickeln beide Unternehmen dafür GPT-Synopsys.

Das Modell verbindet OpenAIs KI-Technologie mit den Werkzeugen von Synopsys für elektronische Designautomatisierung, kurz EDA. Diese Software wird von Ingenieuren eingesetzt, um Computerchips und Halbleiter zu entwerfen. GPT-Synopsys soll lernen, solche Werkzeuge ähnlich wie ein erfahrener Ingenieur einzusetzen, Resultate zu interpretieren und Designs eigenständig weiterzuentwickeln.

Die menschliche Kontrolle bleibt dabei Teil des Prozesses: Ingenieure sollen die von GPT-Synopsys erzeugten Ergebnisse prüfen und genehmigen. OpenAI lizenziert dafür die EDA-Werkzeuge von Synopsys und betreibt das Modell auf eigener Infrastruktur.

Kundendaten sollen nicht für das Training verwendet werden

Nach Angaben der Unternehmen werden Kundendaten nicht zum Training des Modells genutzt und verschlüsselt gespeichert. Erste Tests mit Halbleiterkunden laufen bereits. OpenAI und Synopsys wollen GPT-Synopsys gemeinsam vermarkten und die daraus entstehenden Umsätze teilen.

Synopsys-CEO Sassine Ghazi sieht insbesondere Potenzial, Entwicklungsprozesse durch KI zu beschleunigen. OpenAI-Mitgründer Greg Brockman verbindet die Partnerschaft mit dem Ziel, leistungsfähigere Chips und damit zugleich bessere Voraussetzungen für zukünftige KI-Systeme zu schaffen.

Die Zusammenarbeit passt zu OpenAIs wachsendem Engagement im Bereich eigener KI-Hardware. Gemeinsam mit Broadcom entwickelt das Unternehmen bereits spezialisierte Chips für die KI-Ausführung. Der kürzlich vorgestellte Jalapeno-Chip wird im zugrunde liegenden Bericht als sehr konkurrenzfähig gegenüber vergleichbaren spezialisierten KI-Chips beschrieben.

GPT-Synopsys erweitert diese Entwicklung um eine weitere Ebene: KI soll nicht nur auf spezialisierten Chips laufen, sondern künftig auch stärker an deren Entstehung beteiligt sein. Für Halbleiterunternehmen könnte damit insbesondere interessant werden, wie zuverlässig sich komplexe Designaufgaben automatisieren lassen und wie gut sich KI-gestützte Optimierung in bestehende Entwicklungsprozesse integrieren lässt.

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