OpenAI senkt die Tokenpreise für zwei Modelle seiner GPT-5.6-Reihe deutlich. Reicht die Anpassung aus, um bei den Kosten mit chinesischen Wettbewerbern gleichzuziehen?
Am stärksten fällt die Reduzierung beim kleinsten Modell Luna aus. Künftig sollen eine Million Input-Token 0,20 US-Dollar und eine Million Output-Token 1,20 US-Dollar kosten. Das entspricht einer Preissenkung von 80 Prozent. Terra, das mittlere Modell der Reihe, wird um 20 Prozent günstiger. Die Preise des leistungsstärkeren Modells Sol bleiben voraussichtlich unverändert.
OpenAI hatte die Preisstruktur seiner Modelle bereits mehrfach angepasst. Mit den neuen Konditionen bewegen sich Luna und Terra nun näher an Angeboten chinesischer Anbieter, die zuletzt vor allem durch niedrige Nutzungskosten Aufmerksamkeit erhielten. Berichten zufolge ziehen deshalb immer mehr Unternehmen diese Modelle als Alternative in Betracht.
Luna liegt preislich nun in der Nähe von DeepSeek V4 Pro. Dort kosten eine Million Input-Token 0,44 US-Dollar und eine Million Output-Token 0,87 US-Dollar. Terra positioniert sich etwas unter Kimi K3, das mit 3 US-Dollar für Input und 15 US-Dollar für Output pro Million Token berechnet wird.
Für einen belastbaren Kostenvergleich reicht der reine Tokenpreis allerdings nicht aus. Entscheidend ist auch, wie effizient ein Modell arbeitet. Ein günstiges Modell kann im praktischen Einsatz teurer werden, wenn es für dieselbe Aufgabe deutlich mehr Token benötigt. Auch unter Einbeziehung dieser Effizienz ergibt sich laut Bericht ein ähnliches Gesamtbild – allerdings mit veränderten Abständen zwischen den Modellen.
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